Fazit von Pfr. Gabriel Makinisi zum Abschuluss des Schulprojektes im Kongo

Wir haben es fast geschafft!

Als wir vor zwei Jahren im März 2012 mit den ersten Gesprächen für den Schulbau in meimem Heimatort Mwanza Kwanza anfingen,da war ich schon besorgt, ob wir auch genügend Unterstützung für dieses Projekt bekommen. Ich musste schnell lernen, dass es eine große Herausforderung ist, die Probleme vor Ort hier zu beschreiben und auch Verständnis für die besondere Situation der Menschen im Kongo zu erwecken.Aber ich brauchte mir darüber eigentlich keine Gedanken zu machen. Ich fand hier mit Gottes Hilfe Unterstützung und phantastische Menschen in der Gemeinde, die mit offenem Herzen und Menschenliebe mein Anliegen aufgenommen und mit Rat und Tat das Projekt "Eine Schule für Mwanza Kwanza" begleitet haben.

Nun stehen wir also vor der Vollendung der Schule und können in diesem Herbst die neuen Gebäude den über 500 Kindern übergeben. Diese werden in Zukunft in trockenen Räumen Schutz vor Sonne und Regen haben und können sich auf etwas Wichtiges im Leben konzentrieren: das Lernen. Die Reise zu diesem Moment des Projektabschlusses und des Dankes an all die vielen Spender und Helfer, insbesondere aus der Männergruppe, war in der Tat eine ganz neue Erfahrung für mich.

Um das Erlebte kurz zusammen zu fassen, kann ich sagen, dass dieses Projekt von Hoffnung, Lernen, Spannung, Freude, Frust, Dankbarkeit und vor allem von Gottvertrauen geprägt war.

Hoffnung - weil ich vor zwei Jahren mit der Männergruppe Menschen fand, die mich mit Unterstützung und starkem Engagement begleiteten.

Lernen - Da gab es viel zu beachten und es waren dann doch immer wieder neue Probleme vor Ort zu lösen. Ich hätte mir selbst nie ausmalen können, wie schwierig es sein würde, das ganze Baumaterial über 800 km zu transportieren. Auch ich als Kongolese staune immer wieder über das Improvisationsvermögen meiner Landsleute.

Spannung - Wir haben mit viel Elan mit dem Projekt angefangen und konnten in Mwanza Kwanza viel bewegen. Da aber das Projekt von Anfang an auf zwei Jahre Laufzeit ausgelegt war, gab es immer wieder Phasen, in denen die Baufortschritte mit dem Spendenfluss harmonisiert werden mussten. Das war in der Tat für mich eine spannende Erfahrung und hat auch der Männergruppe einiges abverlangt.

Freude - Meine Landsleute haben mit so viel positiver Energie auf dieses Projekt reagiert, dass man überall im Ort Aufbruchsstimmung erleben konnte. Das hat wiederum mich stark motiviert, weil jedes Lachen Belohnung war.

Frust - Manches hatte im Projekt und vor Ort zu lange gedauert, manchmal waren es unangenehme Überraschungen, die ich dann hier erläutern musste, und da gab es dann auch Momente, in denen ich am Erfolg zweifelte.

Dankbarkeit - Das ist das alles entscheidende Gefühl, was mich bei dem Schulbau getragen hat. Sie alle haben mein Anliegen zu dem Ihrigen gemacht. Das Schicksal der Kinder ist somit nun auch Teil Ihres Lebens und ich darf Ihnen allen versichern, dass wir in Mwanza Kwanza sehr dankbar sind für diese Hilfe aus St. Altfrid, St. Bernward, St. Andreas und St. Maria Goretti. Dafür "Vergelts Gott".

Psalm 127,1: "Wenn nicht der Herr das Haus baut, müht sich jeder umsonst, der daran baut." Sie alle haben an diesem Schulhaus gebaut und für mich war das ein Bau mit dem Herrn. Voller Gottvertrauen haben wir angefangen und konnten damit viel Gutes bewirken. Liebe Gemeinde, es hat sich wirklich gelohnt!

Ihr Gabriel Makinsi

Einleitung

Hallo, ich bin Pastor Gabriel aus dem Kongo und helfe für drei Jahre bei Euch und Ihnen in der Gemeinde aus.

Mein Herzensanliegen ist es, in meinem Heimatort Mwanza Kwanza im Kongo eine Schule zu bauen.

Unterrichtet wird in Hütten aus Holz und Lehm. Diese müssen aber nach jeder Regenzeit erst wieder neu aufgebaut oder repariert werden. Die Dorfbewohner müssen die Hütten selbst wieder aufbauen, und so bleiben weder Geld für Lehrmittel und Lehrer, noch Zeit zum Unterrichten übrig.

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Die Schüler hoffen, aus diesem Teufelskreis herauszukommen. Das kann gelingen: mit einem gemauertens Schulgebäude, das Regen und Sturm standhält. Ein solches Gebäude möchten wir in Mwanza Kwanza bauen..

Unser Ziel: eine neue Schule für Mwanza Kwanza

Mit ihren großzügigen Spenden errichten wir ein Schulgebäude aus Stein und geben damit den rund 420 Kindern aus dem Dorf und der Umgebung eine faire Chance auf Bildung und ein besseres Leben.

Das Ziel ist es, während meines Aufenthaltes hier in Deutschland, der voraussichtlich bis Sommer 2014 dauern wird, die für das Projekt erforderlichen Mittel in Höhe von 40.000 Euro zu beschaffen.

Viele Menschen haben schon gespendet, allen Unterstützern ein herzliches "Vergelt‘s Gott". Mit dem Bau der neuen Schule wurde auch schon begonnen.

Damit wir das Ziel – den Bau mit 40.000 Euro zu unterstützen – erreichen, ist noch viel zu tun und daher bitte ich Sie alle recht herzlich weiterhin um Ihre Hilfe.

Und so erreichen Sie mich:

  • im Pfarrbüro: 05371/12864
  • Privat: 05371/935066
  • Handy: 0178/3070376
  • Email: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Motivation:

Bei dem Bau der Schule handelt es sich um ein Entwicklungshilfeprojekt im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe.

Die bisherigen Hütten sind nach der Regenzeit stets kaputt und müssen von der Bevölkerung instandgesetzt werden. Die Leute in meinem Heimatort erwirtschaften aber mit ihrer Arbeit in sehr bescheidenen landwirtschaftlichen Verhältnissen gerade ihren eigenen Lebensunterhalt. Die ständig wiederkehrende Instandsetzung der Holzhütten erfordert ihre Kapazitäten an Zeit und Geld, die besser in Lehrmittel investiert wären. Schaffen wir mit dem Bau der Schule den Ausstieg aus diesem Teufelskreis, dann haben wir der Bevölkerung dort die Chance gegeben, Ihren Kindern eine ordentliche Schulausbildung mitzugeben.

Das ist der einzige Ausweg aus der Armut. Das Ergreifen von höherwertigen Berufen, die Verbesserung der Lebensqualität, die Einführung eines Gesundheitswesens, die Erhöhung der Produktivität, - all das setzt eine gute Bildung und Ausbildung zur voraus.

Bedenken Sie bitte auch, dass Ihre Spende vollständig in diesem Projekt ankommt. Das liegt daran, dass ich selbst mich um die Umsetzung vor Ort kümmere. Es gibt keine große Organisation dazwischen, die einen Teil der Spenden verschlingt. Und all die Projektarbeit, - also Fortschrittsbericht, Verwaltung, Werbung und zum Beispiel diese Internetseite - machen freundlicherweise die Männergruppe und viele andere Mitglieder der Gemeinde ehrenamtlich.

Die Demokratische Republik Kongo

Die demokratische Republik Kongo, das frühere Zaire, ist das zweitgrößte Land Afrikas. Es befindet sich ziemlich genau in der Mitte von Afrika auf Höhe des Äquators. Da in dem Land praktisch noch nie dauernder Frieden geherrscht hat, befindet es sich trotz reicher Rohstoffvorkommen im Human Development Index, deinem Wohlstandsindikator der Vereinten Nationen, auf dem etzten (!187.) Platz.

Knapp die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre, nur etwa 2 von 100 Einwohnern sind älter als 65.

Ein Drittel der Bevölkerung sind Analphabeten.

Mein Heimatort Mwanza Kwanza befindet sich etwa 800 Kilometer südlich der Hauptstadt Kinshasa in einer ländlichen Gegend. In Mwanza Kwanza und der näheren Umgebung leben etwa hundert Familien mit jeweils etwa vier bis fünf Kindern. Im Kongo ist etwa die Hälfte der Bevölkerung katholisch, in Mwanza Kwanza ist es mehr als die Hälfte. Wir haben vier nationale Sprachen (Lingala, Kikongo, Swaheli und Tshiluba.) Französisch ist die Amtssprache.

Außerhalb der großen Städte gibt es praktisch keine Infrastruktur: In Mwanza Kwanza gibt es keine eigene Wasserquelle, keinen Strom, keine befestigten Straßen, keine Autos, keine befestigten Häuser, kein Telefon, kein Internet, keine staatliche Gesundheitsversorgung, nur eine behelfsmäßige Schule … Kurz: Nichts, was Sie aus der Zivilisation kennen.

Hier haben Sie die Gelegenheit zu helfen, wo Hilfe am dringendsten nötig ist.

Die im Projekt avisierten 50.000 Euro sind für deutsche Verhältnisse kein unglaublich großes Vermögen. Bitte bedenken Sie aber: Wir können damit eine Schule für etwa 420 Kinder bauen. In Deutschland würde solch ein Vorhaben viele Millionen Euro kosten. Im Kongo können Sie mit einer Spende, die Ihnen selbst klein erscheint, viel bewegen! .

Pastor Gabriel:

Mein Name ist Gabriel Makinisi und ich bin vor 41 Jahren in Kimbongo, knapp 50 Kilometer von Mwanza Kwanza entfernt, geboren und in Mwanza Kwanza aufgewachsen.

Nach der Grundschule in Mwanza-Kwanza und im Nachbardorf Mwanza-Basila habe ich den Anfang meiner Priesterausbildung im Knabenseminar Petit Séminaire de Kinzambi (1983-1990) gemacht. Danach habe ich acht Jahre Philosophie und Theologie in meiner Heimat studiert. Ich wurde am 15. August 1999 zum Priester geweiht. Nach der Weihe habe ich acht Jahre als Kaplan und Schuldirektor in drei verschiedenen Pfarreien und Gymnasien gearbeitet.

Von meinem Heimatbischof wurde ich 2007 nach Deutschland geschickt, um weiter studieren zu können. Da ich Priester bin, sorgte mein Heimatbischof auch dafür, dass ich neben dem Studium, dass ich in einer Pfarrei tätig sein kann. So bin ich im Bistum Hildesheim gelandet.

Neben meiner Arbeit als Priester promoviere ich im Fach Theologie. Das Thema meiner Doktorarbeit lautet „Die Communio-Ekklesiologie im Spannungsfeld zwischen Rom und den Afrikanischen Kirchen“, betreut wird sie von Professor Pater Medard Kehl, SJ, von der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen/ /Frankfurt am Main . Ich hoffe, meine Doktorarbeit bald abzuschließen.

Ich habe sieben Geschwister, sie leben in Kinshasa.

Bei meinem Besuch in Mwanza Kwanza im Oktober 2012 wurde ich mit großer Aufbruchstimmung, viel Elan und Optimismus begrüßt. Es gab auch schwierige Fragen zu regeln, aber am Ende war alles geklärt. Der Bau der neuen Schule aus Stein begann – und es waren vor allem die Dorfbewohner selbst, die mit der Arbeit loslegten. Sie selbst errichten die neue Dorfschule.

Grundsteinlegung im Oktober 2012

Ich darf Ihnen den tief verbundenen Dank der gesamten Bevölkerung meines Heimatortes übermitteln.

Männergruppe:

Pastor Gabriel hat uns als Männergruppe unserer Gemeinde gebeten, ihm bei der Kommunikation und Organisation des Projekts zu helfen, was wir gerne tun.

Wir sind eine 2007 gegründete Gruppe der Gemeinde aus Männern im mehr oder weniger besten Alter, die sich in ihrer eigenen Art verschiedensten Fragen aus dem Leben und Glauben widmet.

Wir freuen uns, Pastor Gabriel bei seinem Projekt helfen zu können. Speziell für den Bau einer Schule waren wir schnell zu begeistern, weil wir alle selbst Kinder haben und davon überzeugt sind, dass Bildung eine Grundvoraussetzung für bessere Lebenschancen darstellt.

Da totalitäre Regimes immer auf Gewalt, Angst und Unwissenheit bzw. Desinformation basieren, liefern wir mit dem Projekt ein kleines Mosaiksteinchen für eine nachhaltig bessere Welt. Nur wer lesen und schreiben kann, kann Informationen aufnehmen und verarbeiten und für sein eigenes Handeln Entscheidungen treffen.

Wichtig war uns auch, dass ein klares Ziel gesetzt wurde. Denn eindeutige Ziele lassen sich viel leichter erreichen als diffuse. Daher auch die Informationen zu allem, was bisher erreicht wurde. So sehen alle stets wie weit das Projekt ist.

Natürlich hilft nicht nur die Männergruppe, sondern auch viele andere unterstützen das Projekt tatkräftig, nicht zuletzt Sie alle mit Ihrer Spende.

Allen herzlichen Dank!

Aktueller Spendenstand vom 28.07.2014:


Ziel: 50.000,00 Euro Das Spendenaufkommen nach Abschlus der Spendensammlung: 63.527,27 Euro Überschuss: + 13.527,27 Euro

Herzlichen Dank für Ihre geleisteten Spenden!

Baufortschritt
Eine Motorsäge aus Gifhorn
Material aus Manza Kwanza
Beschaffung von Sand und Kies
Beschaffung von Sand und Kies
Das Fundament im Oktober 2012
Das Fundament im Oktober 2012
Das Fundament im Oktober 2012
Das Fundament im Oktober 2012
Die ersten Mauern im Dezember 2012
Die ersten Mauern im Dezember 2012

Nächster Baufortschritt

In den letzten Wochen hat man nicht mehr weitergearbeitet: Baumaterial (u.a. Zement, Eisenstangen) hat gefehlt.
Erst vorgestern haben wir 900 $ dorthin geschickt. Für Kies erwartet man 600 $ vor Ende des Monats.

Für den Kies werden wirklich Steine von Hand in mühsamer Arbeit zerklopft. Dann werden die kleinen Steine per Eimer auf dem Kopf zu Fuß transportiert bis er auf der Baustelle ankommt. Respekt.
Für diesen Knochenjob werden die Helfer bezahlt.
Auch die Bretter werden einzeln mit ein bis zwei Personen zu Fuß durch die Gegend getragen. Hier gibt es viele ehrenamtlich Helfer.

Fortschritt

Der Standort wurde ausgewählt, der Baugrund vorbereitet, Baugeräte und Material beschafft, Steine hergestellt, die Streifenfundamente angefertigt und die Maurerarbeiten begonnen.

Jetzt sieht man richtig, dass etwas passiert und das gibt der ohnehin schon begeisterten Bevölkerung neue Motivation zu helfen, wo es geht.

Was noch geplant ist:

Bei aller Begeisterung über das, was schon erreicht wurde, dürfen wir nicht übersehen, dass es noch ein weiter Weg bis zum Ziel ist. Darum gibt es noch folgende Aktionen und Ideen, wie die Gemeinde St. Altfrid das Schulprojekt in Mwanza-Kwanza unterstützen kann:

  • ein Gottesdienst in St. Bernward und einer in St. Maria Goretti, der sich um das Projekt dreht
  • ein Mwanza Kwanza Tag mit Informationen zum Projekt und zum Kongo.
  • Tom Heinen, gebürtiger Amerikaner und Mitglied unserer Gemeinde und der Männergruppe bietet Englischunterricht gegen Spende fürs Projekt an .
  • ein „Donation Letter“ als besondere Geschenkidee
  • Spenden für den Kongokaffee nach der Sonntagsmesse in St. Altfrid fließen in das Projekt
  • Sonderaktionen (Beispiel: das Joy-Abschiedskonzert 2012 zugunsten des Projektes.)

Kontakt, Spenden:

Ihre Spende nimmt Pastor Gabriel natürlich gerne persönlich entgegen, auch in den Pfarrbüros ist das möglich. Überweisungen sind möglich auf folgendes Spendenkonto:

Kontoinhaber: Kirchengemeinde St. Altfrid Gifhorn/Meine
IBAN: DE49 2695 1311 0037 0013 10, BIC: NOLADE21GFW
Sparkasse Gifhorn/Wolfsburg

Alle Spenden sind steuerabzugsfähig.

Fragen zum Projekt beantwortet gerne Pastor Gabriel, aber auch aus der Männergruppe finden Sie immer den einen oder anderen Ansprechpartner beim Kongokaffee nach der Sonntagsmesse in St. Altfrid.

Downloads und Links:

Youtube Hier sehen Sie ein Video auf youtube zu diesem Projekt
Flyer Teil 1 Die erste Seite des Flyers
Flyer Teil 2 Die zweite Seite des Flyers

© 2013 St. Altfrid Gifhorn / Meine

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