Am 9. Mai fuhren die Senioren von St. Bernward und Mitglieder unserer drei Gemeinden nach Bad Harzburg, um Herrn Pfarrer Borm in seinem Un-Ruhestands-Ort zu besuchen.

Zunächst steuerten wir die Stadt Wolfenbüttel an. Bei der Stadtführung hörten und erfuhren die Teilnehmer viel Wissenswertes über die Geschichte der Residenzstadt.

Wir staunten über das schon 1118 urkundlich erwähnte Schloss, dem zweitgrößten in Niedersachsen, vollständig aus Holzfachwerk bestehend. Wir waren beeindruckt vom Lessinghaus, einem dreiflügeligen Hofbeamtenhaus im Stil eines spätbarocken französischen Parkschlösschens. Hier schrieb der Hofbibliothekar Gotthold Ephraim Lessing sein Werk "Nathan der Weise". Vorbei an der HerzogAugust-Bibliothek (Aufbewahrungsort des Evangeliars Heinrich des Löwen), erlebten wir die lebendige Altstadt mit sehenswerten Fachwerkhäusern und dem Markttreiben. Die abschließende Sonderführung in der Hauptkirche Beatae Mariae Virginis, Deutschlands erster protestantischer Großkirchenbau mit katholischen Elementen, erinnerte u.a. an Michael Praerotius, von dem das Lied: "Es ist ein Ros' entsprungen" stammt, und der unter der von ihm entworfenen Orgel begraben sein soll.

Nach einem Mittagessen im Hotelrestaurant Kronprinz, galt unser Besuch der kath. Kirche St.Petrus, in der Pfarrer Borm als Kaplan 4 Jahre lang gewirkt hat.

Fast fahrplanmäßig traf unsere Reisegruppe dann in Bad Harzburg ein. Herr Pfarrer Borm erwartete uns und wir wurden alle freudig begrüßt. Beim folgenden Flanieren, die breite Fußgängerzone hinab, gab es viele Gelegenheiten sich mit Pfarrer Borm zu unterhalten. Am vereinbarten Sammelpunkt streikten einige Teilnehmer. Der alarmierte Busfahrer pickte sie später auf und brachte sie zur letzten Station dieser Reise, zur katholischen Liebfrauenkirche. Beim köstlich mundenden Spendierkuchen des Pfarrers im Gemeindeheim, dankte Frau Donath von Herzen für alles und überreichte unser Gastgeschenk: eine Stola als Erinnerung an seine Zeit in St.Bernward, worüber sich Pfarrer Borm riesig freute. Während der folgenden Maiandacht im achteckigen Kirchenraum trug Pfarrer Borm stolz die neue Stola. Auf der Rückfahrt würzte Kaplan Sendker überraschend mit einigen Witzen die angeregten Unterhaltungen, was sehr gut ankam. Mit der pünktlichen Ankunft in Gifhorn endete ein ereignisreicher Tag mit einigen gemeinsamen Erinnerungen an die Gifhorner Pfarrzeit von Pfarrer Borm.

Harald Schote, Waltraud Donath

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