Vielen Dank an Herrn Block für die Bereitstellung der Daten und des Rückblickes.

Übersicht

Geschichtlicher Rückblick

Im Jahr des Herrn

1970 Pastor Engelbert Palmer kommt nach Gifhorn, um die St.AItfrid-Gemeinde zu gründen. Da noch keine eigene Kirche existiert, feiern die Gläubigen die Hl. Messe in der Martin-Luther-Kirche.
1971
Grundsteinlegung für die neue Kirche am Pommernring. Sie soll zunächst Filialkirche der älteren St-Bernward-Kirche sein.
1972
Kirchweihe durch Weihbischof Heinrich Pachowiak. Es beginnt ein lebendiges und aktives Glaubensleben
1973
St. Altfrid wird selbständige Kirchengemeinde.
1974
Grundsteinlegung für eine Kindertagesstätte auf dem Gelände der Altfrid-Kirche.
1975
Eröffnung der Kindertagesstätte.
1978
Pastor Palmer folgt einem Ruf nach Hannover. Pater Willem Rovers übernimmt die Gemeinde.
1983
Pater Rovers verlässt Gifhorn, und Pastor Michael Jaschke wird in sein Amt eingeführt. Es gibt jetzt auch eine Stelle für einen Pastoralreferenten. Herr Martin Wrasmann kommt nach Gifhorn und steht Pastor Jaschke zur Seite.
1986
Veronika Schmidt ist bis 1991 Gemeindereferetin.
1992
Neue Gemeindereferentin wird Beate Schulz.
1993
St. Altfrid wird zur Pfarrei ernannt.
1994
Ab jetzt gibt es fast regelmäßig einen Zivildienstleistenden in der Gemeinde.
1996
Es gibt zu wenig Arbeiter im Weinberg des Herrn. Die Finanzlage wird schlechter. Die Gifhorner Gemeinden St. Altfrid und St. Bernward werden mit den Gemeinden St. Andreas In Meine und St. Maria Goretti in Meinersen zusammengelegt. Es entsteht die Seelsorge-Einheit Gifhorn-Meine.
1998
Die Gemeinderäume der St. Altfrid-Kirche sind zu klein. Ein neues Gemeindezentrum soll entstehen
1999
Pfarrer Jaschke erkrankt
2000
Im Dezember verstirbt er. Gastpriester verschiedener Nationen übernehmen den Gemeindedienst.
2001
Pfarrer Christoph Müller übernimmt die Gemeinde. Im April wird das neue Gemeindezentrum eingeweiht.
2004
Die Seelsorgeeinheit Gifhorn-Meine wird offiziell zur "Katholische Pfarrgemeinde St. Altfrid Gifhorn/Meine".
2005
Pfarrer Müller verabschiedet sich in einem Brief von der Gemeinde. St. Altfrid ist priesterlos. Der Kongolese Dr. Willy Manzanza wird gewonnen, um die Versorgung der Gemeinde zu übernehmen.
2006
Er wird am 17. September verabschiedet. Am 24. September soll Pfarrer Matthias Kreuzig aus Braunschweig die Pfarrei St. Altfrid übernehmen

Pfarrer in St. Altfrid ab 1970

Pastor Engelbert Palmer 1970 - 1978
Pater Willem Rovers 1978 - 1983
Pastor Michael Jaschke 1983 - 2000
Pfarrer Christoph Müller 2001 - 2005

Erinnerungen und Rückblicke eines Gemeindemitgliedes

Entstehung von Kirche und Gemeinde St. Altfrid in Gifhorn.
Erinnerungen und Rückblicke von einem, der von Anfang an dabei war.

Es ist das Jahr des Herrn 1970
Der junge Pastor Engelbert Palmer wird vom damaligen Bischof von Hildesheim, Heinrich Maria Janssen, beauftragt, die Kirchengemeinde Gifhorn Süd zu gründen. Neben der viel älteren Bernward-Kirche soll also eine Filialkirche entstehen.
Pastor Palmer kam mit Pioniergeist und vielen guten Ideen. Schon bald hatte er eine Gemeinde um sich versammelt. Allerdings hatten seine Schäfchen noch kein Kirchendach über dem Kopf. Die Möglichkeit, in der evangelischen Martin Luther-Gemeinde unsere Heilige Messe zu feiern, ist schnell abgesprochen.
Gewissermaßen Ökumene der ersten Stunde.
Schon bald werfen große Ereignisse ihre Schatten voraus. Auf dem großen Grundstück Pommernring / Calberlaher Damm wird 1971 der Grundstein für die neue Kirche gelegt. Ein Jahr später, im April 1972 kann Weihbischof Heinrich Pachowiak die Kirche einweihen. Sie ist dem heiligen Bischof Altfrid geweiht.
(Bisweilen hört man auch heute selbst von Eingeweihten noch "St. Alfred"!! Aber das macht gar nichts - Hauptsache ‚heilig')
In der neuen Gemeinde entsteht nun ein reges und aktives Glaubensleben. Bildung der Gremien; Busfahrermannschaft für die Gläubigen von mehreren Dörfern; Altfridboten-Austräger; Kirchenchor, Familienkreise usw..
Als wenig später auch das Pfarrhaus fertig ist, kommt Schwester Dorothee als Gemeindereferentin zur Unterstützung des Pastors.
Auch entsteht eine rege Reisetätigkeit. Pfarrer Palmer ist gern mit seiner Gemeinde unterwegs. Er über sich: "Wenn ich nicht Priester geworden wäre, dann sicher Reiseleiter!"
Gute ökumenische Kontakte entstehen. Monatliche Treffen mit dem Superintendenten und seinen Pfarrerinnen und Pfarrern unter Teilnahme von Laien.
1973 ist die Gemeinde so erwachsen, dass sie selbständig werden kann. St. Altfrid wird in die Unabhängigkeit entlassen.
Offensichtlich hat der Pastor noch freie Stunden! 1974 wird der Grundstein für eine Kindertagesstätte gelegt; das Betätigungsfeld also erweitert. Zeitweilig wird auch der Traum von einem Seniorenheim laut.
1975 wird dann die Kindertagesstätte eröffnet.
1976 - Das Innere der Kirche ist noch nicht ganz fertig. Die künstlerische Aluminiumgestaltung wird um einen Kreuzweg erweitert. Im Pfarrgemeinderat wird seit längerer Zeit darüber diskutiert, ob eine würdige, aber teure Pfeifenorgel anzuschaffen sei, oder ob auch eine elektronische, billigere Orgel zum Lob Gottes erklingen könne??? Letztere gewinnt! (Vorsprung durch Technik?) Wir schreiben das Jahr des Herrn 1978. Das Zelt Gottes unter den Menschen steht schon sechs Jahre. Pastor Palmer folgt einem Ruf nach Hannover.

Der niederländische Franziskaner, Pater Arno, (oder Pastor Willem Rovers) übernimmt die Gemeinde. Hier nun hat die Gemeinde es mit einem Gottesmann der besonderen Art zu tun. Der in jeder Hinsicht ungewöhnlich agierende Pater führt zur Polarisierung der Meinungen. Die Emotionsspitzen gehen von "Willem, wir lieben dich!" bis "Der Mann ist völlig abzulehnen!" (Kann es sein, dass es seinem Meister Christus auch so ging???)
Hierzu zwei Gesprächsepisoden:
Wir sprachen Pater Arno an, wie er denn angeredet werden wolle; Pater Arno oder Pastor Rovers? Er darauf: "Och, in Rehburg haben sie alle ‚Willem' zu mir gesagt.
Ein Mann sagte zu ihm: "Willem, ich will katholisch werden; was muss ich tun?" Er: "Komme mal ein Jahr her und mache alles mit, dann wirst du automatisch katholisch!"
Er selbst nennt sich Gastarbeiter oder Zigeuner Gottes. Unter seiner Regie werden viele Aktivitäten entwickelt. Umgestaltung des Altarraums, Einrichtung der sogenannten Willem-Stube, Renovierung der Gemeinderäume u.a..
Für sein Herzensanliegen - eine Missionsstation auf Sumba - wurde viel und gern gespendet.. 1983 geht Willem Rovers in seinen Orden in die Niederlande zurück.

Fünf Jahre bewegten Gemeindelebens liegen hinter uns.
Und wieder wird ein junger Priester in sein Amt eingeführt.
Pastor Michael Jaschke wird die Geschicke unserer Gemeinde lenken.
Jetzt haben wir es mit einem eher verinnerlichten Priester zu tun. Die lärmenden öffentlichen Begegnungen meidet er offensichtlich. Daher ist es nur günstig, wenn nach einigen Monaten der mit ihm befreundete Martin Wrasmann nach Gifhorn kommt. Herr Wrasmann ist Pastoralreferent und nimmt Aufgaben sowohl in Gifhorn als auch beim Bischof in Hildesheim wahr. Martin, ein Universalbindeglied zwischen der Kirchengemeinde und Einrichtungen und Personen des öffentlichen Lebens, stellt so eine wertvolle Hilfe, nicht nur für Pastor Jaschke, dar.
Es stehen wieder Reisen auf dem Programm. Wohin? - Nach Rom natürlich. Aber auch Irland und Lourdes sind religiöse Erlebnisse.
Da die Kirche auch eine weltliche Seite hat, an der sie nicht vorbeikommt, muss sie sich den bekannten Problemen stellen. Das Geld wird knapper, die Zahl der Gottesmänner kleiner. Es folgen Gemeindezusammenlegungen.
In dieser Zeit entsteht auch die Förderinitiative für die Gemeinde.
So werden 1994 die Gemeinden St. Altfrid und St. Bernward in Gifhorn, sowie die Gemeinde St. Andreas in Meine und die Gemeinde St. Maria Goretti in Meinersen zu einer Seelsorgeeinheit zusammengelegt. Werden Priester jetzt Teil der Leistungsgesellschaft? Es sind ca. 12 000 Gläubige zu betreuen.
Inzwischen sind wir mit Gottes Hilfe bis zum Jahr 1998 vorgedrungen. Bei vielen Anlässen des Gemeindelebens hat sich herausgestellt, dass die Gemeinderäume zu klein sind. Ein neues Zentrum soll entstehen.
Das Jahr 1999 bringt eine dunkle Wolke mit sich. Pfarrer Jaschke erkrankt, während für Mai 2000 eine Reise mit der Gemeinde nach Israel geplant ist.
Als die Reise startet, ist der Pfarrer schon nicht mehr in der Lage mitzureisen. Gedacht war, dass er mit seinem Amtsbruder Pfarrer Paschek aus Wolfenbüttel in Israel das 20jährige Priesterjubiläum feiern wollte. Doch Gottes Wege ....
Bevor das neue Gemeindezentrum ganz fertiggestellt ist, stirbt Pfarrer Jaschke im Dezember 2000 im Alter von 53 Jahren. Bestürzung und Trauer. Beim Requiem ist Bischof Josef Homeyer sichtlich bewegt. Und auch ein menschlicher Gedanke erhebt sich - weiß Gott nicht, dass wir so wie so zu wenig Priester haben??? Dem halten wir Hiob aus dem Alten Testament entgegen: "Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen, der Name des Herrn sei gepriesen. Matthias Claudius sagt es so: "Wie könntest du mein Gott sein, wenn ich dich begreifen könnte?"
Was wir Menschen "Zeit " nennen, geht immer weiter. So auch unsere Historie. Das Gemeindezentrum ist fertig und wird im April 2001 eingeweiht.
Doch wir sind ohne festen Priester! Wie geht es weiter? Gastpriester verschiedener Nationen übernehmen die Vertretung. Der Bogen spannt sich von Indien über Polen bis nach Afrika. Einige von ihnen kennen unsere Gemeinde von früheren Vertretungen. Hier wird auch Weltkirche spürbar.

Schließlich wird Pfarrer Christoph Müller angekündigt, der im August 2001 eingeführt wird. Jetzt haben wir einen Großen! Er überragt die Zwei-Meter-Marke, ist also in der Gemeinde nicht zu übersehen. Schon bald erkennen wir ihn als einen Mann der Ordnung, der Vorschrift und des Plans; was hier keine negative Deutung sein soll. So sei es dem Verfasser erlaubt, auch hier eine kleine Begebenheit zu schildern.
Wir - eine Gruppe von Männern - bereiten in der Kirche die Weihnachtsbäume vor. Als sie stehen, diskutieren wir, ob wohl in Sachen Reihe und Richtung alles in Ordnung sei. Da kommt einer herein und sagt: "Macht das vernünftig, der Pfarrer kommt gleich und guckt sich das an - und der war bei der Bundeswehr!" Mit Pfarrer Müller reisen wir in die Türkei. "Auf den Spuren des Apostels Paulus."
2004 - Die Seelsorgeeinheit Gifhorn-Meine erfährt einen weiteren offiziellen Schritt. Die Gemeinden werden juristisch zu einer Gemeinde zusammengeführt. Der Name: Katholische Pfarrgemeinde St. Altfrid Gifhorn / Meine

Also eine Gemeinde mit vier Kirchen.

2005 - Völlig überraschend verabschiedet sich Pfarrer Müller von der Gemeinde.
In einem Brief legt er seine Gründe dar. Natürlich löst das heftige Diskussionen aus. Und - wir sind wieder ohne Priester. Als Aushilfe kann der Kongolese Dr. Willy Manzanza gewonnen werden. Er betreut die Gemeinde bis zu seiner Verabschiedung am 17. 9. 2006. Willy ist gern gesehen und wird von vielen liebgewonnen. Warum eigentlich? Hier gebrauchen wir mal das beliebte deutsche Wort "irgendwie"! Er ist ‚irgendwie' so menschlich und natürlich.
Und noch mal etwas zum Schmunzeln! In einer Versammlung wandte sich jemand an ihn und sagte: "Do you speak English?" Willy: "Mit mir können sie deutsch sprechen!" Wir denken gern an Willy zurück.

Nun sind wir bald in der Göttlichen Zeit. In der Gegenwart. Vermutlich ist bei Gott alles was war und sein wird, immer Gegenwart.
Etwa 36 Jahre sind vergangen. Mehrere Gemeindereferentinnen und Praktikantinnen durchliefen die heiligen Hallen von St. Altfrid. Zur Zeit versieht Frau Beate Schulz diesen Dienst. Sie hält schon seit 14 Jahren die Fahne für die Gemeinde hoch. Beate ist ein Begriff, auch besonders für die Kinder.
Priester kamen und gingen. Wir stellen fest, dass auch die Priester des Ewigen aus je eigenem Holz geschnitzt sind - und das ist gut so! Gott hat es so gemacht und es ist wunderbar in unseren Augen.

Vor wenigen Tagen, am 24. 09. 2006, haben wir Pfarrer Matthias Kreuzig in unserer Gemeinde empfangen. Er kommt aus Braunschweig. Wir haben ihm einen herzlichen Empfang bereitet. Den Segen Gottes, den er uns gab, wünschen wir ihm reichlich zurück. Und dass der Pfarrer bleiben möge. Nicht, das wir wieder wie Schafe sind, die keinen Hirten haben.

Geschätzter Leser, hier endet die Rückblende. Und noch eine kleine spöttische Anmerkung. Wer meint, hier und da über die Rechtschreibung zu stolpern, denke bitte daran, dass wir kürzlich die RRR hatten!! (Reform der Reform der Rechtschreibreform)

Gifhorn, 27. 09. Jahr des Herrn 2006

Es bediente Sie Ihr

F.J.B.

© 2013 St. Altfrid Gifhorn / Meine

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