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Die Geschichte unserer Kapelle

Nachdem 1930 die ersten Beerdigungen auf dem Friedhof stattgefunden hatten, wurde eine Kapelle gebaut und am Allerseelentag 1935 zu Ehren des hl. Georg geweiht.

Als nach dem 2. Weltkrieg viele Heimatvertriebene auch in den Raum Gifhorn kamen, wurde nicht nur der Friedhof für die gewachsenen kath. Stadtgemeinden St. Bernward und St. Altfrid zu klein, sondern auch die Kapelle. Es war, direkt neben dem Sarg, nur Platz für 20 Personen, die übrigen mussten bei offener Tür draußen stehen.

Über den Bau einer größeren Kapelle wurde im Kirchenvorstand jahrelang beraten.

Am Allerheiligenfest 1987 wurde die neue Kapelle, erneut zu Ehren des hl. Georg, geweiht. Die Innengestaltung lag in den Händen des Künstlers und ständigen Diakons von St. Ägidien in Braunschweig Claus Kilian (*18. Mai 1928 in Glogau, Niederschlesien; † 19. März 2022 in Braunschweig).  

Allerdings stellte sich schon bald heraus, dass auch diese Kapelle mit ihren 60 Plätzen zu klein war.

Es wurde erneut geplant und im März 2003 entschied sich der Kirchenvorstand für eine Umbau-Variante des Architekten Michael Kirchner aus Hannover.

Am 28.05.2004 konnte die Gemeinde Richtfest feiern. Durch die Ausstattung mit neuen maßgefertigten Sitzbänken aus der Tischlerei Manfred Hermann aus Gamsen wurde die Anzahl der Sitzplätze in der Kapelle auf 120 verdoppelt.

In der Kapelle werden Trauerfeiern an Sarg und Urne gefeiert. Auch ein Requiem ist auf Wunsch möglich.

Während der sechsmonatigen Innenrenovierung der St. Bernward-Kirche in Gifhorn im Jahr 2018 fanden die Gottesdienste in der Friedhofskapelle statt. Zu diesem Zweck wurde auch das hölzerne Ambo, das in der St. Bernward-Kirche am Gründonnerstag als Seitenaltar genutzt wird, in die Kapelle gebracht. Dort diente es der Aufbewahrung der geweihten Hostien, sodass die Gottesdienste während der Renovierungszeit ohne Unterbrechung gefeiert werden konnten.

Damit möglichst viele der kulturell und religiös bedeutsamen Ausstattungsstücke der aufgegebenen St. Maria-Goretti-Kirche in Meinersen erhalten bleiben und weiterhin einen Platz im Leben des Friedhofs finden, wurden einige von ihnen in die Friedhofskapelle übernommen. Dazu gehören die Orgel sowie der Kreuzweg. Auch die Glocke im benachbarten Glockenturm stammt ursprünglich aus der St. Maria-Goretti-Kirche. Die Statue der heiligen Maria Goretti befindet sich heute im Beichtraum der St. Bernward-Kirche.

Eine Orgel aus den 1960er Jahren

Nach der Schließung der katholischen Kirche St. Maria Goretti in Meinersen 2014 wurde die Orgel dieser Kirche in die Friedhofskapelle auf unserem katholischen Friedhof übernommen.

Die Pfeifenorgel aus St. Maria Goretti ist ein Schleifladen-Instrument mit mechanischer Traktur. Ursprünglich in den 1960er Jahren von Emanuel Kemper für die Musikschule Essen gebaut, gelangte sie 1981 nach einem Umbau durch Günter Graun in die hiesige Gemeinde. Sie verfügt über fünf Register, diese verteilen sich auf einem Manual und Pedal. Die Schleifenteilung liegt zwischen h und c1.

Ein Kreuzweg mit 15 Stationen

Der Kreuzweg stammt ebenfalls aus der Kirche St. Maria Goretti in Meinersen.

Der von Magret Weißbrich aus Mandelsloh aus Ton gefertigte, 15 Stationen umfassende Kreuzweg stammte aus den 1990er Jahren.

Der Kreuzweg stammt ebenfalls aus der Kirche St. Maria Goretti in Meinersen.

Er wurde von holländischen Kirchen, besonders aus Rotterdam, gestiftet.

Er besteht aus 15 Stationen, von denen die letzte, die Frauen am Grab erfahren durch den Engel von der Auferstehung, eine besondere Bedeutung für eine Friedhofskapelle hat.

Der Ambo

Er wurde von Claus Kilian entworfen und zeigt einen Baum, der mit festem Stamm in der Erde verwurzelt ist, während die Blätter zu Himmel aufsteigen.

Die Inschrift auf der Vorderseite aus dem 2. Korintherbrief (2 Kor 4.10) lautet:

„Allezeit tragen wir das Todesleiden Jesu an unserem Leib, Auf das auch das Leben Jesu an uns offenbar werde“.

Auf die Unterseite des Lesepultes hat Claus Kilian einen Kelch, seine Initialen und das Jahr 1987 graviert

Der Ambo ist ein Geschenk eines Gemeindemitgliedes.

Das Georgsfenster

Die Darstellung des heiligen Georg stammt aus der ersten Friedhofskapelle und wurde von Claus Kilian in ein neues Fenster integriert.

Im Zuge der Erweiterung der Friedhofskapelle im Jahr 2004 wurde das Fenster harmonisch an die Südseite des Gebäudes integriert.