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Die Geschichte der Glocke auf ihrem Weg zum katholischen Friedhof in Gifhorn in dem neu erbauten Glockenturm

Diese Glocke stammt aus der früheren Kirche St. Maria Goretti in Meinersen.

Sie wurde im Jahr 1979 von der Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher (einer Kleinstadt im münsterländischen Kreis Borken in Nordrhein-Westfalen) gegossen.

Sie hat den Schlagton d“, wiegt 285 kg und hat einen unteren Durchmesser von 76 cm. 

Die Glocke wurde 2021 durch die Firma Petit & Gebr. Edelbrock überarbeitet. Die vorher freischwingende Glocke ist nun fest verankert und hat ein inliegendes Schlagwerk. Das Läuten wird von den Sarg- oder Urnenträgern durch eine Fernbedienung ausgelöst.

Sie trägt die Inschrift:

Sancta Maria Goretti, virgo iuvenilique aetate martyr, quae abnegasti temetipsam et sustuli crucem tuam intercede pro nobis. 1979

Die deutsche Übersetzung lautet:

Heilige Maria Goretti, Jungfrau und junge Märtyrerin, die du dich selbst verleugnet* und dein Kreuz auf dich genommen hast, bitte für uns. 1979

*Das Wort Abnegare heißt allerdings erst im Spätlatein „verleugnen“. Im klassischen Latein steht es eher für „verweigern, versagen, abschlagen

Mit der Schließung der Kirche St. Maria Goretti am 24. September 2014 endete zunächst auch die Nutzung ihrer Glocke. Sie wurde der Ortsgemeinde Meinersen überlassen, wo sie auf dem Friedhof einen neuen Standort erhalten sollte.

Die geplante Aufstellung kam jedoch aus verschiedenen Gründen nicht zustande. Einige Jahre später bot die Ortsgemeinde die Glocke unserer Pfarrgemeinde in Gifhorn wieder an. Das Angebot wurde dankbar angenommen, sodass die Glocke in den Besitz der Gemeinde zurückkehrte und erst einmal zwischen gelagert wurde.

Bis heute wird die Glocke bei Bestattungen als Zeichen des Glaubens und der Erinnerung geläutet, wenn der Sarg oder die Urne im Trauerzug zur letzten Ruhestätte geleitet wird und so einen würdevollen Abschied ermöglicht.